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Der mit finanzieller Unterstützung der Kavallerieverbände entstandene Dokumentarfilm zeichnet ein kritisches Bild der berittenen Truppen. Der Film wirft die Frage auf, ob diese Waffengattung noch zeitgemäss oder nur ein unrealistisches Symbol des Schweizer Wehrwillens sei.

Er zeigt, wie die Tiere gehalten und gepflegt werden und für welche Zwecke sie eingesetzt werden. In Off-Kommentaren äusseren sich dienstleistende Bauern positiv über die Moral der Kavallerie, es kommen allerdings auch Offiziere zu Wort, die meinen, die Kavallerie habe ausgedient. Imhoof hat selber als Unteroffizier in der Kavallerie Dienst geleistet, der Titel bezieht sich auf Namen und Nummer seines Pferdes.

Der Film wurde erstmals an den Solothurner Filmtagen 1970 aufgeführt, in einer Zeit, als der Stab der Abteilung Heeresorganisation darüber diskutierte, die Kavallerie abzuschaffen. Die empörten Kavallerieverbände bewirkten nach der Premiere beim Bezirksgericht Zürich ein Aufführungsverbot des Filmes, für öffentliche Aufführungen wurde eine zensierte Fassung hergestellt. Die Originalfassung wurde erst 2002 an den Solothurner Filmtagen und am Fernsehen wieder öffentlich gezeigt.

 

Festivals & Auszeichnungen

– Biennale di Venezia, 1970

– Hyeres Festival Grand Prix, 1970

– Award for outstanding Quality by the
Swiss Federal Department of Culture, 1970

– Biennale, Paris, 1971

– Filmpreis der Stadt Zürich, 1971

 

Den ganzen Film schauen (kaufen/leihen):

 

Schweizerdeutsch – OV

Französisch

Italienisch

 

Presse und Downloads

 

Veröffentlichung der Fotos im Zusammenhang mit dem Film frei.

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Pressestimmen

Dieser Film, von einem Offizier der Kavallerie gestaltet, schildert in leidenschaftsloser, aber gerade deshalb eindringlicher Art, dass die «Rösseler» sowohl als Kampf- wie auch als Meldeverband ausgespielt haben, dass die Zeit und die mechanisierte Kriegführung sie überholt haben.

– Berner Tagblatt

 

Imhoof hat einen Film zustande gebracht, der wohl unsere Kavallerie in Frage stellt, zugleich aber eine poetische Liebeserklärung an die Pferde beinhaltet.

– Der Bund

 

«Ormenis 199 + 69» ist eine ironisch aggressive Bestandesaufnahme einer ideologisch verbrämten Soldaten- und Reiterherrlichkeit, ist eine Entlarvung von deren Unzeitgemässheit, und insofern hat er eine gelinde antimilitaristische Note. Imhoofs Film ist formal in jener Machart des Aufzeigens angesiedelt, in welcher vor allem über Jean-Luc Godard die Verfremdungsdramaturgie Bert Brechts im Kino geläufig ist.

– Martin Schlappner, Neue Zürcher Zeitung

 

Und so geriet der Film: ein Meisterwerk über die Kavallerie in der Schweizer Armee der sechziger Jahre – gegen die Kavallerie in der Schweizer Armee der Zukunft.

– Frank A. Meyer, Zürcher Woche