ELDORADO

„Das einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Als Markus Imhoof, geboren 1941, ein kleiner Junge war, nahmen seine Eltern das italienische Flüchtlingskind Giovanna bei sich in der Schweiz auf. Doch die große Politik riss die Kinderfreundschaft auseinander. Die Erinnerungen daran veranlassen den Regisseur, sich mit der aktuellen europäischen Flüchtlingspolitik zu beschäftigen. Ein italienisches Marineschiff vor der libyschen Küste nimmt 1800 Bootsflüchtlinge an Bord. Keiner von ihnen hat die Chance, legal nach Europa zu kommen. Vom Schiff geht es in ein Flüchtlingslager mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von acht bis 15 Monaten. „Wir versprechen ihnen nicht das Paradies, aber es wird jeden Tag besser“, sagt ein Helfer. Doch wer das Lager verlässt, für den bleibt oft nur Schwarzarbeit. Frauen, die zur Prostitution gezwungen sind. Männer, die sich auf Tomatenplantagen verdingen. Resümee eines Betroffenen: „Das hier ist kein Leben, es ist nicht mal Überleben.“ Und wie ergeht es den wenigen, die in der Schweiz aufgenommen werden? Imhoof hinterfragt das System der organisierten Hilfe, das Geflüchtete in einen teuflischen Kreislauf entlässt, der meist von ökonomischen Interessen bestimmt wird. Ein leiser Film, der zur eindringlichen Mahnung wird.

Berlinale Katalog 2018, Eldorado

Weltpremiere am 22.02.18 auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2018 Wettbewerb (Außer Konkurrenz)

 

Vorführungen von ELDORADO Berlinale

Pressevorführung, im Anschluss offizieller Fototermin und Pressekonferenz im Pressezentrum, Hotel Hyatt

22.02.2018

09:00 h

Berlinale Palast

11 10 Pressekonferenz

 

Gala Premiere (Beginn Red Carpet ca. 15:00 h)

22.02.2018

15:30 h

Berlinale Palast

 

Berlinale Goes Kiez

22.02.2018

18:30 h

Neues Off : Im Anschluss Diskussion mit Markus Imhoof

 

Weitere Vorführungen

24.02.2018

09:30 h

Zoo Palast 1

 

24.02.2018

22:30 h

Kino International

 

 

Eldorado wurde nominiert für