Der offizielle deutsche Kinostart am 26. April 2108

 

KINOTOUR Eldorado in Deutschland
Mit anschliessender Podiumsdiskussion mit Markus Imhoof

 

23.4., 18.30 Uhr, Frankfurt, Harmonie Kinos
24.4., 19.45 Uhr, Dresden, Programmkino Ost
25.4., 20 Uhr, Potsdam, Thalia Kino
26.4., 20 Uhr, Hamburg, Abaton
27.4., 18 Uhr, Essen, Filmstudio Glückauf
28.4., 17 Uhr, Mannheim, Atlantis
28.4., 19 Uhr, Heidelberg, Gloria
29.4., 15.15 Uhr, Freiburg, Harmonie
29.4., 20 Uhr, Stuttgart, Delphi Arthaus Kino
30.4., 19.30 Uhr, München, Kinos Münchner Freiheit

 

 

Eldorado Filmführführungen auf internationalen Filmfestivals

 

DocAviv – the Tel Aviv International Documentary Film Festival
Freitag, 18.05., 12:00 Uhr
Montag, 21.05., 12:30 Uhr
Samstag, 26.06., 16:30 Uhr

Eldorado am Festival Visions du Réel, Nyon
Sonntag, 15. April , 17:30 Uhr im Théâtre de Grand-Champ, Gland
Dienstag, den 17. April um 21:00 Uhr im Théâtre de Marens in Nyon, anschliessend Diskussion mit Markus Imhoof

Eldorado am Hong Kong International Film Festival 19. März bis 5. April

 

Am 3. April 2017 ist Markus Imhoof zu Gast im Club zum Thema:
Die letzten Zeugen: Der Holocaust und Antisemitismus heute

 

Diskutiert wird über die Erinnerung im 20. Jahrhundert. Was passiert, wenn die letzten Zeugen des Holocaust nicht mehr unter uns sind? Inwiefern helfen die Erinnerungen, dass Ausgrenzung, Hass, Rassismus und Antisemitismus nicht nochmals so verheerende Folgen haben? Und wie steht es um den Antisemitismus in der Schweiz und in Europa?

 

Gäste:

Gabor Hirsch, Holocaust-Überlebender

Agnes Hirschi, Holocaust-Überlebende und Stieftochter von Carl Lutz

Markus Imhoof, Filmemacher

Yves Kugelmann, Chefredaktor «Tachles»

Gregor Spuhler, Historiker

 

Zur Sendung >>

 

Ausstrahlungsdaten:

Dienstag, 3. April 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Mittwoch, 4. April 2018, 02.20 Uhr, SRF 1

Mittwoch, 4. April 2018, 11.00 Uhr, SRF info

Mittwoch, 4. April 2018, 16.40 Uhr SRF info

Donnerstag,5. April 2018, 03.55 Uhr, SRF 1

Donnerstag, 5. April 2018, 12.45 Uhr, SRF info

Freitag, 6. April 2018, 09.55 Uhr, SRF info

Samstag, 7. April 2018, 14.00 Uhr, SRF info

 

ELDORADO

„Das einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Als Markus Imhoof, geboren 1941, ein kleiner Junge war, nahmen seine Eltern das italienische Flüchtlingskind Giovanna bei sich in der Schweiz auf. Doch die große Politik riss die Kinderfreundschaft auseinander. Die Erinnerungen daran veranlassen den Regisseur, sich mit der aktuellen europäischen Flüchtlingspolitik zu beschäftigen. Ein italienisches Marineschiff vor der libyschen Küste nimmt 1800 Bootsflüchtlinge an Bord. Keiner von ihnen hat die Chance, legal nach Europa zu kommen. Vom Schiff geht es in ein Flüchtlingslager mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von acht bis 15 Monaten. „Wir versprechen ihnen nicht das Paradies, aber es wird jeden Tag besser“, sagt ein Helfer. Doch wer das Lager verlässt, für den bleibt oft nur Schwarzarbeit. Frauen, die zur Prostitution gezwungen sind. Männer, die sich auf Tomatenplantagen verdingen. Resümee eines Betroffenen: „Das hier ist kein Leben, es ist nicht mal Überleben.“ Und wie ergeht es den wenigen, die in der Schweiz aufgenommen werden? Imhoof hinterfragt das System der organisierten Hilfe, das Geflüchtete in einen teuflischen Kreislauf entlässt, der meist von ökonomischen Interessen bestimmt wird. Ein leiser Film, der zur eindringlichen Mahnung wird.

Berlinale Katalog 2018, Eldorado

Weltpremiere am 22.02.18 auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2018 Wettbewerb (Außer Konkurrenz)

 

ERSTE PRESSEZITATE – NACH DER WELTPREMIERE IM RAHMEN DER 68. BERLINALE

 

„Hinter den Dokumentarbildern von ELDORADO verblassen die Versuche, das Thema fiktional zu bearbeiten. Die Wirklichkeit schlägt jede Fantasie.“

– Barbara Möller, Die Welt

 

„Markus Imhoof gelingt mit ELDORADO ein tiefgehender, vielschichtiger Dokumentarfilm über Europas Geflüchtete. […] Noch ein Dokumentarfilm über Flüchtlinge? Nach Seefeuer – Fuocoammare, dem Berlinale-Gewinner 2016, und Ai Weiweis Human Flow? Imhoofs Film gelingt, was die beiden anderen Dokus vermissen lassen. ELDORADO weitet die Perspektive ins Historische und erzählt parallel von Giovanna, dem italienischen Kriegskind, das Imhoofs Eltern aufnahmen. Die Nahaufnahme bis ins Privat-Biografische hinein imprägniert ELDORADO gegen die populistisch entpersonalisierende und katastrophische Rede von der Flüchtlingswelle.“

– Christiane Peitz, Der Tagesspiegel

 

„Sosehr sich solche mythischen Bilder für die Spaltung der Welt aufdrängen, sie kippen doch unweigerlich immer wieder ins Konkrete, und in dem Maß, in dem diese Spannung sich in die Filme einschreibt, wird das Kino zum Medium der Erkenntnis.“

– Bert Rebhandl, FAZ

 

„Seine enorm vielschichtigen Aspekte und Facetten, die Markus Imhoof immer wieder mit der eigenen Biographie verknüpft, machen ELDORADO zu einem außergewöhnlichen Werk über Flucht und ihre Ursachen, das den Blick für Zusammenhänge weitet. […] Universell und zutiefst human.“

– Joachim Kurz, kino-zeit

 

„Ankommen, hoffen und verzweifeln: Die ergreifende Flüchtlingsdokumentation ELDORADO beeindruckte im Wettbewerb.“
„Es ist ein perverser Kreislauf, der dort auf den Rücken der Ärmsten ausgetragen wird. […] Markus Imhoof ist ein überzeugender und berührender Dokumentarfilm gelungen.“

– Patrick Wellinski, rbb24

 

„Es ist erstaunlich, aber bewundernswert, wie sanft Imhoof bis in die letzten Minuten seines Films bleibt, bewundernswert, weil es die Überzeugungskraft seines Films nur noch steigert. Bis zum Schluss verzichtet er aufs Appellative, setzt auf die Fähigkeit seiner Zuschauer zum Selberdenken und streut immer wieder die schöne und traurige Geschichte seiner italienischen Flüchtlingsschwester ein. […] Dieser Film sollte im Bundestag gezeigt werden. Mit Anwesenheitspflicht für die Abgeordneten.“

– Thierry Chervel, perlentaucher

 

„Es sind immer wieder Bilder, die sich schmerzlich in unsere Augen einbrennen.“

– Susanne Ostwald, Neue Zürcher Zeitung

 

„Dieser Berlinale-Film ist ein Appell. Er berührt, bewegt und beschämt.“

– BR Rundschau

 

„Der leise, aber knallharte Dokumentarfilm ELDORADO ist eins der bewegendsten Zeugnisse, die bisher zur Flüchtlingskrise gemacht wurden. Indem Imhoof das Persönliche mit dem Observatorischen vermischt, gelingt ihm ein eindrucksvoller Film, der die Wahrheit zeigt.“

– Fionnuala Halligan, ScreenDaily